Eduard Hopf Gemälde

Figur und Bewegung. Eindrucksvolle Figurenbilder von EDUARD HOPF (1901-1978) in der galerie carstensen

Pressemitteilung von: galerie carstensen

Eduard Hopf: Die Heimkehrer (1949)
Eduard Hopf: Die Heimkehrer (1949)

Der im hessischen Hanau geborene Künstler Eduard Hopf (1901-1973) zählte zwischen den beiden Weltkriegen zur künstlerischen Avantgarde im Umfeld der Hamburgischen Sezession. Ursprünglich geprägt von der italienischen Renaissance begeisterte er sich nun an der schroffen Ursprünglichkeit in der Malerei eines Edvard Munch. Seine Frau Thea Engel war Ausdruckstänzerin und unterhielt in der Hamburger Schlüterstrasse eine eigene Tanzschule. Hier entdeckte der empfindsame Künstler viele Anregungen für seine Malerei. Es entstanden dynamisch-moderne Bilder von Tanz und Bewegung sowie zauberhafte Aktstudien. Eduard Hopf gilt seit dieser Zeit zurecht als ein herausragender Zeichner und Porträtist.

Während des Nationalsozialismus war Eduard Hopf als ‚entarteter Künstler‘ verfemt. Aus dem Erleben von Diktatur und Weltkrieg entstanden seine bis heute beeindruckenden ‘Luftschutzkeller-‘ und ‚Heimkehrer‘-Bilder. Hier reflektierte der Künstler seine teilweise traumatischen Kriegserlebnisse. Diese Bilder sind über das unmittelbare Erleben ihrer Entstehungszeit hinaus allegorische und damit allgemeingültige Darstellungen einer vom Einzelnen als unausweichlich erlittenen existenziellen Bedrohung ihres physischen wie seelischen Seins.

„Das Ende der 1940er Jahre entstandene Bild ‚Heimkehrer‘ gehört in seiner Mischung aus figürlicher Dramatik und atmosphärischer Farbigkeit ganz sicher zu dem Besten, was Eduard Hopf in dieser Zeit geschaffen hat“, so Galerist Holger Carstensen, der die Bilder der Ausstellung gemeinsam mit der Tochter des Künstlers aus dessen Nachlass ausgewählt hat.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte Eduard Hopf vielleicht als einziger Künstler der vormaligen Hamburgischen Sezession deren Stil in seinen Landschafts- und Figurendarstellungen eigenständig weiter. Einzelne seiner Bilder, wie die expressive, in kraftvollen Komplementärkontrasten gestaltete ‚Neue Eva‘ , wirken dabei wie Vorgriffe auf die Neuen Wilden der 1980er Jahre, die mitunter bei Vorkriegskünstlern wie Eduard Hopf Anleihen genommen haben. Daneben entstanden hinreissend schöne Figurenkompositionen wie die ‚Badenden am Strand‘.

Die Hamburger galerie carstensen zeigt im August figurative Werke von Eduard Hopf sowie einige seiner besonders eindrucksvollen Schärendarstellungen. Seltene Akt- und Tanzstudien aus den frühen 1930er Jahren runden die interessante Ausstellung in der beim Hamburger Grossneumarkt gelegenen Galerie ab.

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